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Case Study

Mori Seiki NT4300
→ Deutschland (Verteidigungsindustrie)

Dieses Projekt beschreibt die schlüsselfertige Lieferung einer Mori Seiki NT4300 nach Bayern an einen Kunden aus der deutschen Verteidigungsindustrie: vermessen, verifiziert und mit dokumentierten geometrischen Kennwerten, die mit dem Qualitätsrahmen einer Neumaschine vergleichbar sind.

Mori Seiki NT4300 — Projekt Deutschland, Verteidigungsindustrie
Projektfoto: NT4300 im Rahmen der deutschen Rüstungsindustrie-Abwicklung

Maschine

Mori Seiki NT4300

Standort

Bayern (DE) · Verteidigung

Übergabe

Turn-key inkl. Abnahme

Qualitätsziel

Neumaschinen-taugliche Toleranzen

1. Anforderungsprofil

In der Verteidigungsindustrie zählen nicht allein Kaufpreis und Lieferzeit: Entscheidend ist eine belastbare technische Dokumentation, reproduzierbare Messungen und eine Übergabe, die intern gegenüber QS und extern gegenüber Prüfstellen erklärbar ist. Die NT4300 sollte nicht nur „transportfähig“ sein, sondern nach der Aufstellung sofort belastbare Fertigung ermöglichen — vergleichbar mit dem, was man von einer fabrikneuen Anlage erwartet.

MBR wurde mit der Beschaffung, technischen Verifikation und der turn-key Übergabe beauftragt — inklusive Abstimmung der Abnahmekriterien mit dem Anwender vor der finalen Freigabe.

2. Beschaffung und technische Verifikation

Die Maschine wurde identifiziert, technisch qualifiziert und der Zustand der Hauptfunktionen (Spindel, Achsen, Revolver, Steuerung, Kühlung) gegen die projektspezifischen Kriterien geprüft. Alle relevanten Prüfpunkte wurden dokumentiert, damit die spätere Inbetriebnahme nicht auf unklaren Annahmen basiert.

Besonderheit dieses Segments: Es gibt wenig Spielraum für „grob genau“. Deshalb wurde die technische Freigabe bewusst konservativ gefahren — lieber ein zusätzlicher Prüfschritt als eine Überraschung nach der Aufstellung.

3. Aufstellung und Vermessung (Turn-key)

Die Lieferung erfolgte schlüsselfertig: Koordination der Aufstellung, Ausrichtung und der geometrischen Erfassung nach den mit dem Kunden vereinbarten Referenzen. Ziel war nicht „optisch gerade“, sondern ein dokumentierter Satz von Kennwerten, der die Maschine für die geplante Prozesslandschaft freigibt.

Im Projekt wurden Geometrie und kritische Achskennwerte erfasst und den Abnahmekriterien gegenübergestellt. Die Maschine erfüllte die vereinbarten Toleranzrahmen — im Sinne einer Neumaschinen-Referenz, d. h. belastbar dokumentiert und für den Serienstart geeignet, ohne dass nachträgliche Nachjustagen an der Maschinengeometrie erforderlich waren.

4. Dokumentation und Übergabe

Neben den Messprotokollen wurden alle für den Betrieb relevanten Unterlagen (Zubehörlisten, Softwarestände, Wartungshinweise) strukturiert übergeben. Der Übergabeprozess war auf den deutschen Projektstandort ausgelegt — mit klaren Verantwortlichkeiten bis zur produktiven Freigabe.

5. Ergebnis

Die NT4300 wurde turn-key geliefert: vermessen, verifiziert und mit dokumentierten Kennwerten freigegeben, die mit dem Qualitätsanspruch einer Neumaschine vergleichbar sind. Der Kunde konnte die Anlage in den definierten Fertigungsprozess übernehmen — ohne geometrische Nacharbeit.

Teil der MBR Gruppe